Wer an einen Kammerjäger denkt, der bringt damit auch meist sofort eine Wohnung oder ein Haus in Verbindung, das vor Schmutz nur so starrt, in dem sich der Müll und Unrat überall stapeln. Immer wieder berichten die Medien von solchen Extremfällen.
Doch nicht immer werden Kammerjäger, ihre eigentliche Berufsbezeichnung lautet Schädlingsbekämpfer, zu solch verschmutzten Wohnungen gerufen. Ungeziefer nistet sich auch da ein, wo man es oft am wenigsten vermutet.
Längst ist der Kammerjäger nicht mehr nur der Mann, der mit der Giftflasche auf dem Rücken gegen die kleinen Krabbler vorgeht. Wenn die kaufreudigen Schädlinge sich auf Kunstschätzen niederlassen, dann ist guter Rat teuer. Denn eine Kirche kann man nicht einfach ausräuchern und auch der Umgang mit Kunstschätzen erfordert besondere Sensibilität.
Obwohl wir in einer Welt leben, die von Desinfektionsmitteln, Putzmitteln und modernsten Standards leben, was die Sauberkeit betrifft, kommt es immer wieder vor, dass die kleinen ungebetenen Gäste sich einnisten. Doch geht es nicht immer nur um Ungeziefer wie Maden, Schaben oder ähnliches Krabbelgetier.
Auch Tauben können sich zu einer wahren Plage entwickeln. Nun knabbern die Tauben wohl nicht durch Holzrahmen, aber ihre Hinterlassenschaften, der Taubenkot ist äußerst aggressiv und verursacht entsprechende Schäden an den Bauwerken, einmal ganz abgesehen von dem gesundheitlichen und optischen Aspekt, dass der Taubenkot sehr unansehnlich ist. Und so wird der Kammerjäger bei seinem vielseitigen Beruf auch mit der Taubenabwehr beauftragt. Es gehört zu seinen Aufgaben, die Tauben auf effektive Weise von den Bauwerken zu entfernen.
